Wie sich die Zeiten doch ändern! Vor über einem Jahr wollte Menowin Fröhlich nichts mit Dieter Bohlen zu tun haben.
Da hieß es noch ganz lapidar in seinem Buch „Ich musste verlieren, um zu gewinnen“, dass Dieter Bohlen ihm nach DSDS zwar ein paar Songs angeboten habe, aber er habe die abgelehnt.
„Ich mag Dieter, ehrlich, ich habe unglaublich großen Respekt vor ihm und seiner Musik. […] Dieter hat mir […] ein paar Songs geschickt, die einfach nicht zu mir passten. Ich hab mir die angehört, aber nichts dabei gefühlt. Wie sollte ich sie da singen? Das ist keine Arroganz, sondern reine Ehrlichkeit gegenüber Dieter und gegenüber mir selbst. Zu mir passt einfach kein Modern Talking oder Blue System. Das muss man doch sagen können. Ich brauchte einen Song, der mich pusht.“
Was hat wohl dazu geführt, dass er jetzt reumütig wieder in den Schoß des Poptitanen zurück kehren möchte?
Nach seinem etwas unglücklichen Start mit „Faust hoch“, dem heutigen Markenzeichen der hardcore Fans wurde „If You Stayed“ als erster Song als CD gepresst und erreichte einen erstaunlichen Platz 21 in den Charts. Aber bei immerhin ungefähr 150.000 angemeldeten Menowin-Fans auf Facebook hätte man doch mehr erwarten dürfen. Vor wenigen Tagen erschien seine zweite CD, Waiting for Christmas, in der er Bezug nimmt, auf seine eigene persönliche Situation. Der Weg aus dem Knast zurück in die Familie. Der Wandel vom bösen Buben zum guten. Hier stieg er mit Platz 27 in die Charts ein.
Das Video dazu ist fertig gedreht und kann auf Clipfish betrachtet werden. Beide Songs wurden veröffentlicht, während Fröhlich noch in der JVA Darmstadt sitzt. In wenigen Tagen wird die Entlassung sein. Die Frage, ob auch dieser letzte Song nicht einem anderen (wir berichteten darüber) wieder sehr ähneln würde, wollte er nicht unbedingt beantworten.
„Da sollte man lieber meine Plattenfirma oder mein Management befragen….“
Inzwischen ist es erstaunlich ruhig geworden auf den Facebook-Seiten des DSDS-Zweiten. Ob sie wohl alle in ihren zahlreichen geheimen Gruppen sind und Schlachtpläne entwerfen, wie sie sich gegenseitig bekriegen wollen? Man hört da Schlimmes, denn es gibt zahlreiche Absplitterungen in hardcore Fans, kritische Fans, Ex-Fans, Antis, die sich alle mehr oder weniger spinnefeind sind, obwohl Menowin doch vor einiger Zeit bereits darum gebeten hat, sich nicht zu streiten. Oder ob wohl alle in den Plattenläden sind, um die Regale leer zu kaufen, damit ihr Idol noch einen besseren Platz in den Charts erwischt?
Leider nicht, hört man von Kunden, die in einschlägigen Läden noch Tage nach der Veröffentlichung 10 oder 15 CDs des Weihnachtssongs herum liegen sehen. Es sieht eher danach aus, als würde der Song bald aus den Top 100 verschwinden. Kein gutes Omen, glauben wir.
Aber Menowin ist guten Mutes, hört man, er gibt reihum Interviews, die man in wenigen Worten zusammen fassen kann:
„Ich liebe meine Fans. Ich bin über Briefe von meinen Fans immer über alles informiert worden, was draußen passiert. Ich habe im Knast viel nachgedacht.“
Etliche Kisten Post hätten sich angesammelt, aber kritische Post habe er nicht wirklich bekommen.
In Zukunft möchte er diszipliniert arbeiten und die Musik ernst nehmen.
Das hat er allerdings schön öfter gesagt. Nach DSDS hießt es bereits „Ich werde mich ändern“. Jetzt heißt es sogar: „Ich habe mich geändert“.
Bereut er irgend etwas aus seiner Vergangenheit?
„Eigentlich bereue ich alles!“








