Menowin Fröhlich – Inszenierungen: Und wehe man erwischt die falsche Rolle.

Menowin Fröhlich – Inszenierungen: Und wehe man erwischt die falsche Rolle.

Was ist ein ein Mensch wert?

Da es sich bei DSDS nicht mehr um einen Gesangswettbewerb handelt, sondern eine Art inszenierte Soap im Vordergrund steht, muss auch die Rolle von Menowin Fröhlich stimmen.

Wie im Internet zu lesen ist, wurde in einem Verfahren gegen RTL, Herrn Bohlen per  Gerichtsbeschluss bescheinigt, dass es sich bei der Jury nicht um eine Fachjury handelt, sondern diese, auch durch die beleidigenden Sprüche lediglich der Unterhaltung dient. Was im normalen Leben als Beleidigung gilt, darf bei RTL als künstlerisches Stilmittel eingesetzt werden. Da ist die Kunst aber weit gekommen.

Schon während der Sendungen um „DSDS“ wurde die schiefe Bahn des Menowin Fröhlich immer und immer wieder thematisiert. Man konnte zeitweise fast glauben, dass man ihn gerade wegen dieser spektakulären Soaprolle in die Mottoshows katapultiert hat, denn um einen Gesangswettbewerb geht es ja nicht mehr, wie wir jetzt wissen.

Sollte es  vielleicht so sein, dass der junge Sänger noch einmal aus der Sendung weg, in den Knast geht? So einige Dinge, über die nie geredet werden durfte und die nie aufgeklärt wurden, sondern immer der Spekulation der Medien überlassen wurden, könnten darauf hindeuten.

Da gibt es den plötzlichen Auszug von Menowin Fröhlich aus dem Haus.

Das einzige, was Menowin Fröhlich selbst dazu sagte war, dass wenn die Kameras aus sind nicht alles so ist, wie dargestellt, dass es dann ganz  anders abgehe. Und: „Ich lasse mich davon nicht abhalten und hundertprozentig auch nicht aus dem Konzept bringen.“ Und er sah ziemlich erschüttert dabei aus.

Mobbinggerüchte wurden abgewiegelt. Und man weiß, dass alles was von den Kandidaten geäußert werden darf, der Kontrolle von RTL unterliegt. So kam die Äußerung einer Kim doch etwas unglaubwürdig rüber: „Die Luft scheint zu brennen. Aber es ist alles nur ein Missverständnis. Wir werden offen darüber reden. Wir sind eine offene und ehrliche Gemeinschaft und niemand von uns lästert hinter dem Rücken.“

Andererseits, in einem Video (Clipfish: Eiszeit unter den Kandidaten) wird deutlich von Neid der anderen Kandidaten gegenüber Menowin Fröhlich wegen seiner Medienpräsenz und angeblicher Bevorzugung gesprochen. Helmut Orosz, der eine Andeutung wagte, flog danach wegen eines Drogendelikts raus. Unveröffentlichtes  Filmmaterial kennen wir ja nicht, leider.

Nach einer wagen Ankündigung jemand packt aus (wie man es mehrfach im Internet lesen konnte), ist jener Mister X. wieder verstummt. Helmut konnte aber eine CD rausbringen, die sogar kurzzeitig beworben wurde). Möge sich jeder seine Gedanken dazu machen.

Und die anderen Kandidaten?

Die saßen zumindest in der Finalshow ziemlich versteinert und mit hängenden Köpfen da, immer, wenn es um Menowin Fröhlich ging.

Beifall habe ich nicht gesehen, von der „eingeschworenen Gemeinschaft“. Darin waren sich wohl alle einig.

Zurück zu Menowin Fröhlich und seiner Rolle in der „DSDS“-Soap.

RTL selbst hat durch die Verträge das Recht erworben, sämtliches Material und Wissen so zu verwerten, wie es beliebt.

So ist auch die Presse mit den wenigen Buchstaben gut versorgt worden.

Die Kandidaten, die sich für eine Medienkampagne eignen, kommen ja auch immer recht weit. Das hat man schon bei Annemarie Eilfeld gesehen. Man braucht nur einige Anhaltspunkte, die sich skandalös ausweiten lassen können.

Inzwischen haben wir immer und immer wieder gelesen, dass es mit Menowins Karriere zu ende ist.

Aber er war immer wieder da, wenn man ihn für erledigt geschrieben hat.

Schlagzeilen wie „Menowin fliegt raus“ blieben lange ohne Wirkung.

Und wie wir inzwischen wissen, lag Menowin Fröhlich trotz dieser Schlagzeilen immer auf Platz 1 in den Mottoshows.

Erst unmittelbar vor der Finalshow griff man zum Äußersten.

So einer darf nicht Superstar werden, gekoppelt mit einem Aufruf einen Exknacki nicht zu wählen.

Sogar einen Politiker konnte man, auf welche Art auch immer aktivieren, einen Aufruf gegen Menowin Fröhlich zu starten.

Welch ein großer Bahnhof an Superstar-Abwehr.

Sollte hier wirklich ein markantes Zeichen gesetzt werden, dass die Herkunft eines Menschen für immer sein Schicksal zu sein hat, wenn ein starker Arm es will?

Vielleicht gelingt es ja, den jungen Mann so weit aus der Fassung zu bringen, dass er eines Tages mal die Beherrschung verliert.

Bisher ist es trotz der unendlichen Mühen der Provokation nicht gelungen.

Es ist viele Wochen und Monate lang nur bei Gerüchten und der Herabwürdigung der Person Menowin Fröhlich geblieben.

Viele haben sich bereichert an Menowin Fröhlich. In fast Vergessenheit geratene Sänger brachten sich schäbig in Erinnerung und die Lugner-City hatte ihre Attraktion.

Wenn ein Management bzw. ein sogen. Sub-Management nicht hinter einem Künstler steht und es nur um Eigeninteressen und Verheizen geht, dann ist das fatal. Es gehören zu allem zwei Seiten und vor allem Gespräche und ein Sänger ist kein Mittel zum Zweck, das einfach nur benutzt wird.

In diesem Sinne auch mal hier nachlesen:

Menowin Fröhlich und die Hetzartikelschreiber

Wie weit darf ein TV-Show gehen?

Wie müssen die Persönlichkeitsrechte der Kandidaten geschützt werden?

Wie muss Datenschutz hier geltend gemacht werden?

Was ist ein Mensch wert?