ESC – Gitte Haenning im offenen Interview über den Grand Prix und...

ESC – Gitte Haenning im offenen Interview über den Grand Prix und deren Macher in Deutschland

Eurovision Song Contest 2011 Düsseldorf/Deutschland - Logo (c) NDR
Eurovision Song Contest 2011 Düsseldorf/Deutschland - Logo (c) NDR

Gitte Haenning (64) äußert sich in einem Interview nicht sehr positiv über den heutigen Eurovision Song Contest. Auch über Stefan Raab und Lena Meyer-Landrut hat die Entertainerin ihre eigene Meinung.

Eurovision Song Contest 2011 Düsseldorf - Logo (c) NDR
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Der heutige ESC ist geprägt von politischen Entscheidungen, das Ringen nach hohen Zuschauerquoten und Geld. Dies hat nicht mehr viel mit einem Wettbewerb zu tun, bei dem der Gesang im Vordergrund steht. Gitte nahm selbst im Jahre 1974 an dem Wettbewerb teil und sagte gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung:

„Ich habe es nicht genießen können. Alle Leute haben immer etwas in mir gesehen, was ich nicht gefühlt habe.“

Aber auch zu Stefan Raab hat sie sich geäußert. Er stellt seine Person in den Vordergrund und ist sehr damit beschäftigt, der Welt zu beweisen, dass er der Beste ist. Die erneute Teilnahme von Lena Meyer-Landrut kann sie auch nicht wirklich nachvollziehen. Von den Qualitäten der deutschen ESC Gewinnerin 2010 ist sie jedoch überzeugt:

„Lena hat eine starke Originalität und kann sich deswegen wohl in der Branche halten. Und sie ist stark genug, um sich von dem ganzen Zirkus nicht beeinflussen zu lassen.“

Die sympathische Dänin, die ihren Durchbruch mit dem Song „Ich will nen Cowboy als Mann“ Anfang der 60er feierte, fand ihren Durchbruch damals ziemlich zwiespältig:

„Natürlich war das ein Kulturschock für einen Teenager Anfang der 60er-Jahre, mit so einem Lied in Deutschland berühmt zu werden. In dem Lied geht es ja gerade darum, dass ich keinen Beamten oder Arbeiter will, sondern einen Cowboy. Diese Hierarchie kannte ich nicht aus Dänemark. Dort ging man mit einem Bühnentechniker genauso kultiviert um wie mit einem Regisseur. Das war in Deutschland nicht der Fall und hat mir wehgetan. Ich habe Jahre gebraucht, um damit umzugehen.“

Dieter Bohlen hatte der dänischen Frohnatur auch mal einen Job bei Deutschland sucht den Superstar als Jurorin angeboten. Diesen hat sie jedoch mit gutem Gewissen abgelehnt.