X Factor – Meral Al-Mer musste in der “Blockbuster Night” gehen

X Factor – Meral Al-Mer musste in der “Blockbuster Night” gehen

Das war die 2. Liveshow bei X Factor Deutschland 2010. Das Thema „Blockbuster Night“, Filmmusik im großen Stil, das Ergebnis eigentlich wie erwartet, der Ablauf dennoch überraschend.

Jochen Schropp eröffnete souverän die 2. Liveshow der ersten X Factor Staffel in Deutschland beim kleinen Privatsender VOX. Dem bescherten die bisherigen Ausstrahlungen dieser ersten Staffel bereits erfreuliche Einschaltquoten, obwohl es sich zu nivellieren beginnt.

Meral Al-Mer PW39, 28.09.10, 20:15 (c) Foto: VOX/Ralf Jürgens
Meral Al-Mer PW39, 28.09.10, 20:15 (c) Foto: VOX/Ralf Jürgens

Bei der Vorstellung der Jury fiel insbesondere die etwas eigenwillige Zopffrisur von Sarah Connor auf, ansonsten war aber alles beim alten, George Glueck und Till Brönner unverändert, wie letzte Woche. Und Sarah war es dann, die den ersten Act vorstellte.

Pino Severino outete sich im Trailer endlich als nicht schwul und führte den deutschen Zuschauern seine Freundin vor, was als Beweis dann ausreichen sollte. Wir vom X Factor Forum waren über die Existenz dieser jungen Dame zwar schon länger informiert, durften nur leider nicht reden. Sein „Papa was a rolling stone“ von George Michael war eine saubere Leistung und schloss eigentlich nahtlos, auch mit neuer Frisur, an die Vorwochenpräsenz an.

Die nachfolgenden „Urban Candy“, Schöpfung von George Glueck, versprachen mit „Crazy In Love“ von Beyonce & Jay-Z aus dem Film „Bridget Jones 2“ viel, über eine Symbiose kam das ganze aber dann doch nicht hinaus. Zur homogenen Mischung fehlt noch ein bisschen. War deshalb das Playback ziemlich hoch aufgezogen, damit die Stimmen eher untergingen?

Meral Al-Mer enttäuschte mit Nenas „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ aus „Vollidiot“, selbst das mit dem „Sex sells“  klappte nicht so richtig. Zuviel Brust (laut Sarah Connor), zuviel Lidschatten, zuviel Meral Al-Mer.


Anthony Thet 2. Liveshow, Foto: VOX

Ganz im Gegensatz zum folgenden Anthony Thet. Frisch aufgegelt, etwas zu sehr braver Junge, aber erste Wahl bei der Performance von Prince‘ „Purple Rain“ aus dem gleichnamigen Film. Und zum Glück mit Gitarre, was dem Auftritt dann das „i-Tüpfelchen“ verpasste und ihm zur sicheren und erstklassigen Darbietung verhalf. Nicht nur die User im offiziellen Anthony Thet  Forum wird es sicher sehr gefreut haben.

Etwas unglücklich führte dann Marlon Bertzbach mit einer eher langweiligen und von schiefen Tönen geprägten Performance seines Titels „The Blower’s Daughter“ von Damien Rice aus dem Film „Closer“ die Reihe fort. Bei mir hätte er trotz Welpenschutz zu den „Wackelkandidaten“ gehört.

Zum Glück gab es dann aber noch die sichere Bank Edita Abdieski, auf ihrem Forum auch bereits „The Voice“ genannt, obwohl George Glueck diesen Titel eher für Frank Sinatra beanspruchte.

Edita 2. Liveshow, Foto: VOX

„Street Life“ von Randy Crawford aus dem Film „Jackie Brown“ avancierte zu einem der Höhepunkte dieser Show und attestierte der kleinen Frau aus der Schweiz, dass sie eine ganz Große ist. Outfit, Performance und Juryurteil machten die Sache rund und ich wusste wieder, warum ich von X Factor so begeistert bin.

Dann erschien Vincent Raven.. ähm.. nein Mati Gavriel und versuchte an den Auftritt seiner Vorgängerin anzuknüpfen. „You’ll be a woman soon“ von Urge Overkill aus dem Film „Pulp Fiction“ war sein Titel, aber eigentlich nicht sein Song. Ich hatte das Gefühl, er wollte das „Frau werden“, von wem auch immer, noch eine Weile hinauszögern. Mitgerissen hat mich die Perormance – trotz Gitarre – jedenfalls nicht, das kann er wesentlich besser.

Auf den nächsten Act hatte ich mich besonders gefreut. The „Big Soul“ Affair from Germany’s Music City Hamburg. Ich will nicht sagen, dass mich „Think“ von Aretha Franklin aus dem Film „Blues Brothers“ herbe enttäuscht hat, aber das Gelbe vom Ei war es leider nicht. Sicher, sie haben gut abgeliefert, vor allem, weil Michelle auch mal zur Geltung kam, aber ein toller Auftritt, nein, bestimmt nicht, vor allem weil Aretha Franklins Einfluss irgendwo verloren gegangen war. Mit zum Misslingen beigetragen haben sicher auch die zu figurbetonten Outfits und der nicht gerade beste Titel aus dem Repertoir einer Weltklasse-Sängerin. Hoffen wir also auf nächsten Dienstag an gleicher Stelle.

Nach einer wirklich glänzenden Performance der beiden Jungs der Gruppe „Hurts“ aus Manchester, die ihren Titel „Wonderful Life“ präsentierten, waren dann die glücklichen Zeitreisenden in die nächste Liveshow relativ schnell genannt.
Übrig blieben Meral Al-Mer und zu meiner Überraschung Pino Severino. Die beiden fochten ihr „Battle“ mit mehr oder weniger Können aus.

Bei Meral Al-Mer brachte das „weniger“ dann das Aus und die Heimreise. Dieses Mal war es George Glueck, der das Urteil fällen musste und es kam ihm aufgrund der wirklich nicht guten Performance eigentlich leicht über die Lippen. (b/h)

Seid ihr der Meinung, dass Meral zu Recht nach Hause geschickt wurde?

Hat euch die Show gefallen? Was sagt ihr zu den Jury-Urteilen?

Sagt uns eure Meinung, wir freuen uns drauf!