Menowin Fröhlich, der DSDS–Zweite 2010, hat sich dazu entschlossen, Klartext reden, die Fakten auf den Tisch legen, Vorurteile ausräumen. Mit Co-Autor Enno Faber zusammen hat der 23jährige seine Lebensgeschichte aufgezeichnet : “Ich musste verlieren, um zu gewinnen.” Schon lange warten die Fans auf eine Klarstellung, zumal inzwischen von Helmut Werner das Buch “Alles außer Fröhlich” erschienen ist.

Die Stimmung im Loft war eisig, die Luft war zum Schneiden dick. In der sechsten Mottoshow konnte man sehen, dass keiner mehr mit Menowin sprach. Die Freunde waren keine Freunde mehr. Seitdem man ihm erzählt hatte, seine Mitbewohner hätten sein Zimmer nach Drogen durchsucht, war er stinksauer.
Ich habe mich weiterhin geweigert, irgendjemand öffentlich anzuklagen, diesen ganzen Dreck ins Fernsehen zu bringen. Ich habe auf gut Deutsch meine Schnauze gehalten
Statt dessen sei er ausgezogen.
Fünf Tage sei er angeblich weg gewesen, aber eigentlich waren es nur zwei. An einem dieser Tage hatte ihn RTL begleitet, als er sich seinen Namen in den Arm stechen ließ.
[…] es wurde immer krasser. Egal was du gesagt hast, es wurde am Ende so geschnitten, wie sie es haben wollten.[…] ich brauchte Abstand.
Während dieser Zeit erfuhr er, dass seine Tante Kersha, bei der er aufgewachsen war, im Krankenhaus lag und operiert werden musste. Er musste sie im Krankenhaus besuchen. Sie war wie eine zweite Mutter für ihn. Während der Fahrt habe er gebetet.
Nach dem Krankenbesuch musste er für die DSDS-Homestory nach Ingolstadt. Bei der Gelegenheit besuchte er auch seine dort lebende Familie. Zur Generalprobe am Freitag sei er dann wieder zurück gewesen. RTL habe es dann nacher so verkauft, als hätte er die ganze Woche gefehlt und man habe keine Ahnung gehabt, wo er sich aufhielt.

Und seit diesem Fehlen habe die Presse ihn zerrissen.
Sie brauchten einen neuen Menowin, einen uneinsichtigen Menowin, der die väterlich gereichte Hand ausschlug, nichts lernen wollte und dem nicht zu helfen war. Einer der log, alle Chancen mit Füßen trat, seine Fans enttäuschte, einfach unverbesserlich war.
Insgesamt 27 Mal sei er auf dem Titel der Bild gewesen. Anfangs wollten sie aus ihm einen geläuterten Knasti machen, der seine Fehler eingesehen hatte. Das war jetzt vorbei. Nun war es genau anders herum.
Aber die Berichterstattung sei auch da schon nicht richtig gewesen. Er habe nie um eine zweite Chance gebettelt, er habe sie sich einfach genommen.
Dass die Medien auf Skandale stehen, ist ja nichts Neues
Das Fehlen in der Woche vor der siebten Mottoshow hatte seinen Preis: Man konnte hören, dass Menowin den Liedtext nicht gelernt hatte. Dieter Bohlen gebrauchte sogar das Wort „Buchstabensuppe“.
Er habe sich dafür bei seinen Fans entschuldigt, aber die Presse war jetzt angespitzt.
Bis vor wenigen Wochen hatten sie mich noch mit Fleiß zum reuigen Sünder stilisiert, jetzt fanden sie großen Gefallen daran, dieses Bild zu zerstören.
Niemand habe ihn nach seiner Meinung gefragt. Die Mäuler habe man sich über ihn zerfetzt. Als Knacki habe man keine Rechte, glaubt er.
Und so sei ihm nichts anderes übrig geblieben, als dieses falsche Bild, das die Zeitungen nun über ihn verbreiteten, mit seiner Musik wieder richtig zu stellen.
Sie haben mich in der Presse verbal verprügelt, sie haben sich geradezu danach gesehnt.
Während dieser Zeit sei er über sich hinaus gewachsen. Die Wut im Bauch habe ihm die Kraft gegeben, das durchzustehen, mit jeder Show noch etwas besser zu werden. Er musste ja gegen jede falsche Schlagzeile ansingen, diesen Schwachsinn, den sie über ihn verbreiteten. Aber dann sei die Situation doch wieder eskaliert.
Menowin sitzt derzeit in der JVA Darmstadt den Rest der Strafe ab, für die er 2005 wegen Körperverletzung und Scheckkartenbetrug zu 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt wurde. Ein Teil der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, gegen die er verstoßen hatte. Außerdem wurde er vor einigen Tagen erneut wegen gefährlicher Körperverletzung zu 9 Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre.
Fortsetzung folgt.








