DSDS 2012 – Warum David Petters RTL anzeigt

DSDS 2012 – Warum David Petters RTL anzeigt

David Petters ist einer der Kandidaten, die sich nicht in eine von RTL vorgegebene Rolle stecken lassen wollen. Er will ein Zeichen gegen dieses Verfahren setzen. Deswegen hat er in Köln Strafanzeige gestellt.

Dass im TV nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, dürfte den meisten Zuschauern eigentlich klar sein. Doch gerade bei Formaten wie Deutschland sucht den Superstar, Der Bachelor oder ähnlichen Sendungen, wo es um echte Menschen gehen soll, vertrauen wir immer wieder auf die Sender. Auch, wenn wir es eigentlich besser wissen. Auch die Kandidaten von DSDS werden in Rollen gepresst, damit die Zuschauer am Ball bleiben.

Die meisten lassen sich das gefallen. Denn sie unterschreiben harte Verträge, die den Sender in Hinsicht der Verarbeitung des Materials absichern. Doch wenn diese Zusammenschnitte persönlich zu arg verletzen, dann sollte man sich wehren. Genau das tut Ex-Kandidat David Petters.

Wie Ihr sicher schon wisst, hat er ja Strafanzeige wegen Nötigung und übler Nachrede gestellt. Das bestätigte nun auch die Staatsanwaltschaft Köln.

„Viele, nicht nur ich, fühlen sich verarscht und auf den Schlips getreten und sind auch sehr enttäuscht, wie alles dargestellt wird“,

so der enttäuschte Sänger zu „Fernsehkritik.tv„.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Er sollte die Rolle des verführerischen schwulen darstellen. Immer wieder sei versucht worden, ihm und seinem Ex-Kollegen Ole Jahn eine homosexuelle Beziehung anzudichten.

Ende Februar sagte David zu romeoliebtjulian.com:

„Ole und ich wurden seit dem Recall in Köln und auf den Malediven verfolgt und regelrecht bedrängt, uns vor laufender Kamera und allen Zuschauern zu outen. Man versuchte, uns durch Interviews und manipulativen Aussagen und Fragen eine ‘homosexuelle Beziehung’ anzudichten, dabei gab es diese nicht! Es wurde für uns beide schier unmöglich, sich auf den eigentlichen Wettbewerb und dessen Aufgaben zu konzentrieren. Wir und auch andere Kandiaten hatten keine faire Chance, ihr Bestes zu geben und dem Publikum sowie der Jury zu zeigen, was in ihnen steckt.“

Er sagt, dass die Kandidaten keine andere Wahl haben, als das Spiel mitzuspielen. Ansonsten würden sie die Konsequenzen deutlich zu spüren bekommen. So soll es auch bei ihm gewesen sein. Das Ende von Lied kennen wir: Er musste die Show verlassen.

„So wie es jetzt im Fernsehen dargestellt wird, war es auf keinen Fall.“

RTL äußerte sich bis dato nicht wirklich dazu, dementierte aber, dass die Fakten so seien, wie von David geschildert.

So wie es aussieht, werden sich die Parteien wohl vor Gericht wiedersehen. Die Chancen, dass David dabei etwas erreicht, dürften ziemlich gering sein. Aber das Zeichen, das steht. Und das wird sicherlich auch andere Kandidaten dazu bewegen, sich zu wehren. Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

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